„Was bedeutet Digitalisierung – technologisch, organisatorisch, mental?“ Mit dieser Fragestellung ist der gemeinsame Workshop des Deutschen Weiterbildungstages (DWT) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) überschrieben, der am 24. September 2018 im Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam durchgeführt wird. Die eintägige Veranstaltung präsentiert sich als Beitrag der Region Berlin / Brandenburg im Rahmen des 7. Deutschen Weiterbildungstages.

Experten der Bundesagentur und der Wirtschaft, Wissenschaftler des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie Vertreter und Fachleute auf der operativen Ebene der Bildungsträger tauschen Ergebnisse und Erkenntnisse ihrer Arbeit aus. Es geht um die Bedeutung, die Aufgabe und die Perspektiven der Weiterbildung im Zuge der digitalen Transformation – sowohl des Arbeitsmarktes als auch des Bildungs- bzw. Ausbildungsbereiches.

Nach der Begrüßung durch Thomas Friedrich, Bereichsleiter Produktentwicklung bei der BA, und Siegfried Schmauder, Sprecher des Veranstalterkreises des DWT, wird Dr. Christopher Osiander, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stabsstelle „Forschungskoordination“ des IAB, über die Ergebnise der IAB-Forschung zu den Arbeitsmarktwirkungen der Digitalisierung berichten. Dr. Osiander hat zum Thema „Berufliche Weiterbildung und Vermittlung von Arbeitslosen“ promoviert und zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehört das IAB-Discussion Paper 4/2018 „Unter welchen Bedingungen würden sich Beschäftigte weiterbilden?“ in dem er, gemeinsam mit seiner Kollegin Gesine Stephan, die Ergebnisse eines faktoriellen Surveys vorstellt.

Daran werden sich Impulsvorträge anschließen, welche die zentrale Fragestellung des Workshops aus vier unterschiedlichen Perspektiven beleuchten werden. Der Leiter der Aus- und Weiterbildung Fahrzeugbau bei der Volkswagen AG in Wolfsburg, Andreas Strutz, widmet sich einer möglicherweise weitergehenden Neuordnung der Ausbildungsberufe und daraus resultierender neuer Elemente in der Ausbildung und veränderter Anforderungen an die Ausbilder.

Wie wird sich das Anforderungsprofil für Arbeitnehmer verändern, welche Kompetenzen stehen in Zukunft im Vordergrund und welche Rolle spielt dabei das Lernen im Alltag? Mit diesen Fragen zur digitalen Transformation wird sich Markus Willner, Management Consultant & Senior Agile Coach im Detecon Digital Engineering Center bei der Detecon International GmbH, in seinem Impulsvortrag beschäftigen.

Mögliche Handlungsansätze aus der Perspektive der Bundesagentur im Hinblick auf die Arbeitsmarktinstrumente präsentiert Thomas Friedrich (BA) in seinem Beitrag , bevor ein weiterer Impulsreferent Projektbeispiele zur Digitalisierung in der Ausbildung von Arbeitssuchenden vorstellt.

Vier Workshops im Worldcafe-Format und mit der folgenden thematischen Aufteilung bilden dann den Hauptblock der Veranstaltung:

  1. Kompetenzen der Mitarbeiter von Bildungsdienstleister (Kompetenzaufbau und -aktualisierung, Ausbilder / Dozenten, Beratungsexperten)
  2. Kompetenzen der Arbeitssuchenden (Basiskompetenzen zu Digitalisierung und Mediennutzung, Anforderungen)
  3. Produkte und Instrumente (Rolle / Rahmen, Vergabe / Gutscheine, Parameter)
  4. Schulungsorte und Ausstattung Struktur, Internet / Devices, Equipment, Lernformate)

Eine Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops sowie eine Zusammenfassung des Tages durch Vertreter des Deutschen Weiterbildungstages und der Bundesagentur für Arbeit bilden den Abschluss der Veranstaltung.

Eine Teilnahmeanmeldung ist bis zum 12. September 2018 unter diesem Link möglich!

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Erstellt von Andreas Nierhaus