Wie bereits in unserem letzten Blogartikel Akzeptanz für E-Learning schaffen angekündigt, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag zeigen, wie Sie standardisierte Lernprogramme und individuelle Lerninhalte effektiv einsetzen können. Aber was genau ist eigentlich der Unterschied dieser beiden Varianten, wann sollte ein Unternehmen die eine und wann die andere einsetzen oder ist es manchmal sogar sinnvoll beide Varianten zu kombinieren? Schauen wir uns zunächst einmal an, was genau wir unter den Begriffen verstehen.

Mit Standard-Content flächendeckend schulen

Standard Lernprogramme werden in der Regel dann im Unternehmen eingesetzt, wenn Grundlagen oder Kompetenzen zu bestimmten Themenbereichen wie z. B. IT-Wissen, Kaufmännische bzw. Betriebswirtschaftliche Themen oder Softskills vermittelt werden sollen.

Dabei sind die Inhalte an das Thema und nicht an ein bestimmtes Unternehmen gebunden. So können mit einem Standard WBT zum Thema Datenschutz und Datensicherheit nicht nur die Mitarbeiter einer Spedition, sondern auch die Angestellten einer Bank geschult werden.

Der große Vorteil von Standard Lernprogrammen ist, dass diese Trainings sofort einsetzbar und gegenüber individuell erstellter Lernsoftware wesentlich kostengünstiger sind.

Betriebliche Schulungen durch individuell erstellte Lernprogramme

In der betrieblichen Weiterbildung gibt es Bereiche, die mit Standard Content nicht bzw. nur zum Teil abgedeckt werden. Wenn Sie Ihren Mitarbeiter Trainings zu Produktschulungen, Vertriebsprozessen oder praxisorientierte Arbeitsabläufe anbieten möchten, müssen Sie individuelle Lerninhalte erstellen. Das ist auf der einen Seite zwar kostenintensiv und zeitaufwendig, auf der anderen jedoch zwingend notwendig, wenn firmenspezifische Fortbildungen mit E-Learning ergänzt oder sogar ersetzt werden sollen.

Wenn Sie für Ihr Unternehmen Lernprogramme erstellen, oder es von einem E-Learning-Anbieter erstellen lassen, müssen in einem komplexen Entwicklungsprozess viele unterschiedliche Faktoren beachtet werden, auf die wir bereits in unseren vorherigen Blogbeiträgen eingegangen sind. Ist jedoch erst einmal die richtige Lernform gefunden, ein Konzept erstellt und das Drehbuch* geschrieben, können unternehmensspezifische Inhalte problemorientiert in den Arbeitsprozess der Mitarbeiter integriert werden.

Wenn Sie E-Learning-Lerninhalte selbst erstellen wollen, benötigen Sie unter Umständen ein Autorentool. Achten Sie bei der Auswahl auf einfache Bedienbarkeit, Funktionalität und mögliche Ausgabeformate damit Sie während der Erstellung nicht an technische Grenzen stoßen.

Folgende Eigenschaften sollte das Tool grundsätzlich bieten:

  • eine große Anzahl an zur Verfügung gestellten Templates
  • die responsive Ansicht der Seiten auf verschiedenen Devices
  • die Ausgabe im SCORM-Format zur Anbindung an Learning Management Systeme

Nicht vs. sondern &

Circa ¾ der betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen können mir Standard Inhalten durchgeführt werden. Nutzen Sie die auf dem Markt angebotenen Trainings und informieren Sie sich über evtl. angebotene Erweiterungen und Ergänzungen der einzelnen Anbieter. Oftmals können Standard-Inhalte mit wenig Aufwand um firmenspezifische Inhalte erweitert werden.

Worauf Sie bei der Entwicklung eines Drehbuchs zur Erstellung von Web-based Trainings achten müssen, zeigen wir Ihnen in unserem nächsten Blogbeitrag.


Erstellt von Paul Altenau