Abgesehen von den persönlichen Konsequenzen kostet die Entgiftung und Therapie einer alkoholabhängigen Person die Gesellschaft hochgerechnet etwa 50.000 EURO, die sich bei einer Rückfälligkeit noch einmal deutlich erhöhen. Zwar stellt die Alkoholsucht eine Krankheit dar, die sich durch alle Bereiche und Kreise unserer Gesellschaft zieht, es sind aber häufig sozial benachteiligte Menschen, die enorme Schwierigkeiten haben, die zahlreichen Hürden auf dem Weg aus der Abhängigkeit zu überwinden. Arbeitslosigkeit stellt dabei zweifellos eines der größten Hindernisse dar.

Die Deutsche Angestellten-Akademie in Lübeck hat mit dem Projekt „LeA – Leben und Arbeiten“ eine Maßnahme konzipiert, welche genau an der Schnittstelle zwischen Klinikaufenthalt und beruflichem Wiedereinstieg ansetzt und dabei von einem hochprofessionellen Team unterstützt wird.

„LeA – Leben und Arbeiten“ ist Teil eines Arbeitsmarktprogrammes der Kieler Landesregierung für Menschen mit besonderen Schwierigkeiten, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, und verfolgt mittels vieler innovativer Ansätze das Ziel, eine langfristige Alkoholabstinenz zu erhalten, Kenntnisse zu vermitteln und eine berufliche Perspektive zu entwickeln, die für einen beruflichen Wiedereinstieg in den 1. Arbeitsmarkt unerlässlich sind.

Letztendlich gehe es aber auch um die Vermeidung von Rückfallsituationen, meint Ursula Siem, die u.a. die Erstberatung der Teilnehmenden durchführt, und dafür sowie für die Stabilisierung, Qualifizierung, Kenntnisvermittlung und den Wiedereinstieg in das Berufsleben stehen der DAA-Lübeck im Schnitt 14 Monate zur Verfügung. Teilnehmen können Betroffene, die älter als 25 Jahre sind, bereits mindestens ein Jahr Arbeitslosigkeit hinter sich haben und Leistungsbezieher der JobCenter sind.

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Erstellt von Andreas Nierhaus