Was ändert sich bei der staatlichen Förderung von berufsbegleitenden Fortbildungen?

Aus der bisherigen Bezeichnung Meister-BAföG wird Aufstiegs-BAföG!  Schon längst werden nicht nur Meister-Fortbildungen, sondern beispielsweise auch Fachwirt- und Erzieher-Fortbildungen sowie Fortbildungen zur staatlich geprüften Technikerin bzw. zum staatlich geprüften Techniker gefördert.
Für berufsbegleitende Fortbildungen wurden die Zuschussanteile zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bei erfolgreichem Abschluss auf bis zu 64 % erhöht und gelten anteilig ab dem 01. August 2016 auch für bereits geförderte Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer. Die bereits bewilligten Förderungen werden von den zuständigen Behörden angepasst.
Die Fördersätze wurden also deutlich angehoben und damit die Attraktivität für die einkommens- und altersunabhängigen Förderungen der berufsbegleitenden Fortbildung weiter gesteigert. Auf der anderen Seite wurden mit der Novellierung jedoch die Bedingungen für die Aufrechterhaltung der Förderung, insbesondere bei einem Abbruch oder Unterbrechung der Fortbildung, verschärft.
Geförderte Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer müssen an mindestens 70% der Unterrichtsstunden und Leistungskontrollen teilnehmen. Wird die Teilnahme nicht nachgewiesen, wird die Förderung vollständig zurückgefordert. Bei Fortbildungen, die länger als sechs Monate dauern, erfolgt die erste Überprüfung nach den ersten sechs Lehrgangsmonaten und ggf. ein Hinweis, dass der erforderliche Nachweis über einer Teilnahmequote von 70% bis zum Lehrgangsende erbracht werden muss. Spätestens am Lehrgangsende muss die erforderliche Teilnahmequote (Unterrichtsstunden und Leistungskontrollen) erfüllt sein, weil sonst die Förderung vollständig zurückgefordert wird. Entschuldigungen und besondere Gründe für ein Fehlen im Unterricht oder der Nichtteilnahme an Leistungskontrollen werden dabei nicht berücksichtigt.
Wenn die Fortbildung abgebrochen oder unterbrochen wird, führt das in der Regel dazu, dass die Förderung vollständig zurückgezahlt werden muss, es sein denn
– es kann ein wichtiger Grund für die Unterbrechung oder den Abbruch der Fortbildung nachgewiesen werden – z.B. Krankheit oder Schwangerschaft – und die erforderliche Teilnahmequote (70% Unterrichtsteilnahme, 70% Teilnahme an den Leistungskontrollen) kann bis zum Zeitpunkt des Abbruchs bzw. der Unterbrechung nachgewiesen werden oder
– die bisherige Unterrichtsteilnahme und die Teilnahme an den Leistungskontrollen führen dazu, dass bereits eine Quote von 70 % bezogen auf den Gesamtlehrgang erreicht wurde.

 


Erstellt von Andreas Nierhaus

One Comment

  1. Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Informationen. In diesem Bereich gibt es ja doch immer wieder Veränderungen. Da ist es wichtig sich ausführlich und genau zu informieren.

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