Grundvoraussetzung einer Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung sind niedrigschwellige Angebote zur Information und Beratung für Weiterbildungsinteressierte. Seit 1. Januar 2017 bietet nun das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter der Nummer 030 2017 9090 einen Telefonservice zur Weiterbildungsberatung an.

Wer Informationen über Weiterbildungsmöglichkeiten sucht, braucht nur zum Telefonhörer zu greifen und beim Infotelefon Weiterbildungsberatung anzurufen.

Mit diesen Worten stellte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka das neue Serviceangebot vor. Mit dieser bundesweiten Infrastruktur unterstütze das BMBF Menschen darin, ihre individuellen Bildungswege zu finden, meinte die Bundesbildungsministerin weiter. Bildungsabsichten könnten somit konkretisiert und persönliche Umstände und Bedürfnisse ermittelt werden, um genau die passende Weiterbildung zu finden.

Werktags zwischen 10 und 17 Uhr bietet das Infotelefon eine bundesweite Beratung zu allen Fragen rund um die Weiterbildung. Das Angebot ist bereits zwei Jahre erprobt worden, so wurden im Jahr 2016 bis zum Ende November bereits insgesamt 5715 Personen telefonisch beraten. Das BMBF stellt jährlich 500.000 EURO für das „Infotelefon“ bereit.

Der Informationsservice arbeitet mit bereits bestehenden Beratungsangeboten in den Ländern und Kommunen zusammen und kann Interessierte und Ratsuchende zum Teil direkt an diese Stellen weitervermitteln; derzeit ist dies bereits in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein möglich.

Neben den Ländern sind auch die Bundesagentur für Arbeit und die Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland„, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angeboten wird, Partner des neuen „Infotelefons Weiterbildungsberatung“.

Der Service des Infotelefons wird ebenfalls über Videotelefonie in deutscher Gebärdensprache angeboten. Das Programm zur Nutzung des Gebärdentelefons und das entsprechende Benutzerhandbuch können auf dieser Seite heruntergeladen werden.


Erstellt von Andreas Nierhaus