Im zweiten Teil dieser Reihe möchten wir Sie darüber informieren, worauf Sie bei der Entwicklung von E-Learning-Projekten besonders achten sollten: das richtige E-Learning Konzept.

Damit E-Learning in Ihrem Unternehmen erfolgreich eingesetzt werden kann, müssen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, welche Lernmethoden sich am besten dafür eignen die gewünschten Qualifikationen zu erreichen. Die Auswahl einer Lernmethode, und die damit verbundene Didaktik, ist nämlich nicht nur abhängig von zu vermittelnden Lerninhalten. Vielmehr sollten Sie bei der Konzeption der Lerninhalte darauf achten, dass Sie den Lernenden, und die mit ihm verbundenen täglichen Arbeitsaufgaben, mit in den Lernprozess integrieren. Damit haben Sie eine Grundvoraussetzung, nämlich die den Mitarbeiter zum eigenständigen Lernen zu motivieren, erfüllt. Am Ende dieses Blog-Artikels fassen wir für Sie noch die wichtigsten Aspekte zur nachhaltigen Konzeption des Lernprozesses zusammen.

Implementierung verschiedener Lernmethoden

Egal welche Lernmethode Sie einsetzten – verlieren Sie nie das Ziel Ihrer Weiterbildungsmaßnahme aus den Augen und überlegen Sie, mit welcher Methode Sie dieses am besten erreichen können. Die Lernmethode sollte sich demzufolge immer an die zu vermittelnden Lerninhalte anpassen – nicht andersrum.

Beispiel WBT: Sie möchten Ihre Mitarbeiter zum Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit schulen? Benutzen Sie Bilder und andere Multimediaelemente mit denen die Lernenden die Inhalte verknüpfen können, verwenden Sie Praxisbeispiele aus dem beruflichen Alltag und wiederholen Sie diese im Laufe des Lernprozesses, denn nur so festigen sich Lerninhalte langfristig.

E-Learning vs. herkömmliche Weiterbildungsmaßnahme?

Der Einsatz von E-Learning heißt nicht, dass Sie in Zukunft auf bereits bewährte Fortbildungen ganz verzichten müssen. Es kann durchaus sinnvoll sein, das neue E-Learning-Projekt in eine vorhandene Weiterbildungsmaßnahme einzubinden oder es unter Umständen damit zu ergänzen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Blended Learning. Der Vorteil liegt auf der Hand. Sie können in einer Übergangsphase den „Erfolg“ der E-Learning-Maßnahme messen, ohne die Gesamtqualifikation zu gefährden.

Ersetzt E-Learning herkömmliche Weiterbildungsmaßnahmen muss sichergestellt sein, dass Lerninhalte gefestigt und die damit verbundenen Lernziele erreicht wurden. Kombinieren Sie Lernkontrollen mit Fallbeispielen aus der Berufspraxis um Ihren Teilnehmern den zweckgebundenen Sinn der Fortbildung vor Augen zu führen.

Ein gut organisierter Lernprozess ist die Grundlage für erfolgreiches E-Learning

Wie wir Ihnen bereits in unserem ersten Artikel Was Sie bei der Einführung von E-Learning beachten sollten beschrieben haben ist es wichtig, Lerninhalte unter didaktischen Gesichtspunkten aufzubereiten und Lernziele klar zu bestimmen um die gewünschten Qualifikationen zu erreichen. Nur reicht diese Bestimmung für eine erfolgreiche Einführung des E-Learning-Projekts in Ihrer Firma aus? Keinesfalls.

Ein Erfolg versprechender Lernprozess sollte durch gut strukturierte Lerninhalte dem Teilnehmer die Möglichkeit bieten, sich innerhalb der Weiterbildungsmaßnahme leicht zurechtzufinden. Bereiten Sie Lerninhalte so auf, dass sie praxisorientiert in Übungen wiederholt werden müssen. Das festigt nicht nur das erlernte Wissen, es motiviert zusätzlich die Teilnehmer die neu erworbenen Qualifikationen im Arbeitsalltag einzusetzen.

Wieso für die Entwicklung eines E-Learning-Projekts sowohl ein Grob- als auch ein Feinkonzept zwingend notwendig ist, erfahren Sie in unserem nächsten Blogbeitrag.

Quellen:
Meier, Rolf, Praxis E-Learning. Offenbach: GABAL Verlag

Erstellt von Thomas Strüver