Wieso ein detailliertes Konzept wichtig für den gesamten Entwicklungsprozess eines E-Learning-Projekts ist, haben wir in unserem letzten Blog-Artikel beschrieben. Wie Sie in Ihrem Unternehmen Akzeptanz für E-Learning schaffen und die entsprechenden Mitarbeiter sensibilisieren, die neue Lernumgebung zu nutzen, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.

E-Learning ist kein Selbstläufer

Eine stetige Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter, und die daraus resultierenden unterneh­mensspezifischen Qualifikationen und Kompetenzen, trägt dazu bei, dass Geschäftsabläufe optimiert und neue Technologien integriert werden können. Damit Sie E-Learning in diesen Weiterbildungsprozess erfolgreich integrieren können, ist die Einführungsphase von großer Bedeutung. Schließlich handelt es sich bei eLearning und Blended Learning um neue Lernformen. Dabei sollten Sie besonders auf zwei Faktoren achten.

Das Zusammenspiel aller beteiligten Personen die bei der Einführung und Entwicklung beteiligt sind. Dazu gehören Entscheidungsträger (Führungskräfte) aus der Unternehmensführung die das vorhandene Budget vorgeben und die für die Organisation verantwortliche Personalabteilung. Auch E-Learning Autoren und Vertreter der zu schulenden Mitarbeiter sollten auf jeden Fall an diesem Prozess teilnehmen. Erst wenn alle Vertreter aus den entsprechenden Abteilungen Ihre Vorstellungen und Ziele auf einen gemeinsamen Nenner gebracht haben, ist die Grundalge für eine effiziente Einführung des E-Learning Projekts geschaffen.

Damit alle zur Verfügung stehenden E-Learning Maßnahmen von Ihren Mitarbeitern genutzt werden können, müssen Sie sie zu aller erst darüber informieren. Das hört sich zwar selbstverständlich an, ist jedoch oft der Grund dafür, dass E-Learning in großen Unternehmen nicht genutzt wird.

Schaffen Sie es darüber hinaus darauf aufmerksam zu machen, dass Informationen und Qualifikationen der „neuen“ Weiterbildungsmethode direkt im täglichen Berufsalltag anwendbar sind, steigt die Akzeptanz mit jedem sichtbaren Erfolg. Achten Sie bei Ihrem E-Learning Angebot unbedingt auf eine hohe didaktische Qualität – nichts ist abschreckender als aneinander gereihte PDF-Dokumente.

Überzeugen Sie Ihre Mitarbeiter vom individuellen Nutzen der neuen Lernmethode. Werden z. B. für eine bestimmte Abteilung firmenspezifische Lerninhalte angefertigt, können fallbezogene Praxisbeispiele mit Hilfe von multimedialen und interaktiven Elementen, den Arbeitsprozess optimieren.

Weisen Sie auf die Vorteile von E-Learning hin (Zeit- und Ortsunabhängig, eigenes Lerntempo bestimmen, etc.) und helfen Sie dabei, eventuell auftretende Probleme zu lösen. Beachten Sie: Fehlende Ansprechpartner können zu einer strikten Ablehnung der neuen E-Learning Methode führen.

Angenehme Rahmenbedingungen schaffen

Zu guter Letzt noch ein paar Tipps, wie Sie die Akzeptanz für E-Learning bei Ihren Mitarbeitern zusätzlich steigern können:

  • Machen Sie „Lernzeit“ zur „Arbeitszeit“ und zeigen Sie damit die direkte Verknüpfung von Lerninhalten zum praktischen Nutzen am Arbeitsplatz.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit in „Ruhe“ zu lernen. Störende Kollegen oder klingelnde Telefone behindern den Lernprozess und wirken sich negativ auf die Akzeptanz von E-Learning aus.
  • Inhalte oder Informationen die schnell gefunden werden und darüber hinaus einen unmittelbaren Praxisbezug auf Unternehmensprozesse haben, motivieren dazu die Lernmethode auch erneut anzuwenden.

Die Frage, wieso der Einsatz von Standard-Content UND individueller Lerninhalte besonders effektiv ist, beantworten wir in unserem nächsten Beitrag.


Erstellt von Thomas Strüver