In den beiden bislang erschienenen Ausgaben der Werkhefte befassten sich die Autorinnen und Autoren mit der Digitalisierung der Arbeitswelt (01) sowie unter der Überschrift „Wie wir arbeiten (wollen)“ (02) damit, wie die Arbeitswelt in Zukunft sinnvoll und flexibel gestaltet werden könne.

In dem nun gerade herausgegebenen dritten Band der Werkhefte-Reihe geht es um den Qualifikationsbedarf sowie die unterschiedlichen Qualifikationsformen der zukünftigen Arbeitswelt und darum, was dies für die Weiterbildung in der Zukunft bedeutet.

Dieses „WeiterLernen“ wird von den 29 Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe in drei Dimensionen betrachtet. Zunächst einmal wird das Lernen des Einzelnen in der und für die Arbeit in den Blick genommen. Welche Kompetenzen und Qualifikationen werden für die Arbeitswelt 4.0 nachgefragt? Wie können diese vermittelt werden und wie kann der Zugang zum lebensbegleitenden Lernen effizienter gestaltet werden? Aber auch in Unternehmen und anderen Organisationen wird gelernt. Welche Konsequenzen haben sich verändernde Innovations- und Wettbewerbsbedingungen für das Lernen in solchen Organisationsstrukturen? Und schließlich, wie können wir Wissen für möglichst viele verfügbar machen und den Zugang zu Weiterbildung weiter verbessern – also, was muss für das Lernen der ganzen Gesellschaft in der Zukunft bereit gestellt werden?

Alle Werkhefte folgen dabei der gleichen Vorgehensweise. In einem ersten Abschnitt „ANALYSEN“ stellen Forschungsinstitute die Ergebnisse ihrer Studien vor, die sie im Auftrag des BMAS durchgeführt haben und legen Expertinnen und Experten, auch aus dem BMAS selbst, ihre eigenen Erkenntnisse zu den einzelnen Themenbereichen dar.

Das im Verlauf des Dialogprozesses auftretende Meinungsspektrum bildet der Abschnitt „DEBATTE“ ab. Hierzu zählen Stellungnahmen von Verbänden und Institutionen, Beiträge aus dem öffentlichen Dialog (z. B. aus den sozialen Medien) und Namensbeiträge unterschiedlicher Gestaltungspartner, zusammengefasst unter der Überschrift: „Thesen zur Weiterbildung“.

In den Gesprächsprotokollen, Reportagen und Kurzaufsätzen des Abschnittes „PRAXIS“ werden Menschen und ihre Motivation vorgestellt, die sich mit ihren Weiterbildungen bereits auf die Zukunft einstellen bzw. eingestellt haben, und innovative Ansätze für die betriebliche Weiterbildung diskutiert.

Im vierten und letzten Abschnitt werden „PERSPEKTIVEN“, politische Initiativen, Pläne und Vorschläge unter anderem zu Fragen der lernenden Arbeitsgesellschaft, einer Arbeitsversicherung statt  Arbeitslosenversicherung, der Weiterbildungsberatung, der Fachkräftepolitik und der Personalvermittlung für die Zukunft vorgestellt.

Das alles wird nicht in langatmigen und staubtrockenen Fachartikel behandelt, sondern reich illustriert und bebildert mittels ganz unterschiedlicher Textformen recht locker präsentiert. Trotzdem bietet das Werkheft 03 einen umfassenden Eindruck des gesamten Diskurses und des derzeitigen Diskussionsstandes.

Das Werkheft 03 „WeiterLernen“ als Download.

Hier kann das Werkheft kostenfrei bestellt werden.


Erstellt von Andreas Nierhaus