Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Würtemberg, Dr. Susanne Eisenmann hat die Schirmherrschaft über den „Tag der Bildung 2017“ übernommen. Am 8. Dezember werden überall in Deutschland verschiedenste Aktionen stattfinden, die aktuelle Herausforderungen und dringende Handlungsfelder der Bildung thematisieren. Digitalisierung und Internationalisierung, der demographische Wandel und Integration, Fachkräftebedarf und internationale Wettbewerbsfähigkeit stellen die Gesellschaft vor immer neue Herausforderungen. Die Initiatoren des Aktionstages – Stifterverband, SOS-Kinderdörfer weltweit und Deutsche Kinder- und Jugendstiftung – möchten Bildung als eine zentrale Antwort auf diese Herausforderungen in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stellen.

Dazu haben bereits in sehr großer Zahl Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, der Bildungswissenschaft, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft mit einer „Bildungsbotschaft“ ihren Beitrag geleistet. Die Bildungsbotschaften sind hier nachzulesen.

Die zentrale Veranstaltung in Berlin widmet sich in diesem Jahr dem Schwerpunkt „Berufliche Bildung“ und die Schirmherrin hat in ihrer Bildungsbotschaft bereits eine Zielmarke vorgegeben:

Bildung spielt die entscheidende Rolle für die persönliche Entwicklung. Mein Ziel ist, dass die berufliche Bildung gesellschaftlich und individuell als gleichwertig mit der akademischen Bildung wahrgenommen wird. Sie ist ein Königsweg und keine zweite Wahl. Die Schulen haben eine wichtige Funktion bei der Berufswahlentscheidung junger Menschen. Wir müssen den Wert der beruflichen Bildung wieder stärker betonen. Auch eine Ausbildung im dualen System kann zu einer anspruchsvollen Karriere führen.

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband / BBB) e. V. setzt sich für ein uneingeschränktes „Recht auf Bildung“ und eine notwendige Stärkung der Finanzierung  gerade auch beruflicher Bildung ein:

Bildung ist ein Menschenrecht! Erst sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Das Recht auf Bildung muss vom Staat genauso geschützt werden wie andere Grundrechte. Die Politik hat hier noch viel nachzubessern. Bildung wird in unserem reichen Land immer noch nicht ausreichend wertgeschätzt und finanziert. Vor allem die Bedeutung beruflicher Bildung muss stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Ich hoffe, der Tag der Bildung trägt dazu bei, dass insgesamt ein Umdenken beginnt und unser duales System ausgebaut und weiterentwickelt wird. Die Zukunftsfähigkeit unseres Landes hängt davon ab.

Der „Tag der Bildung“ findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Erstellt von Andreas Nierhaus