Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe, die verschiedene Aspekte des Themas E-Learning beleuchtet. Eine Übersicht der geplanten Themen finden Sie hier.

Um die Einführung von E-Learning in einem Unternehmen erfolgreich umzusetzen, sollte im Vorfeld eine auf die betrieblichen Weiterbildungsbedürfnisse ausgerichtete Bedarfsermittlung durchgeführt werden. In diesem Prozess müssen nicht nur Lerninhalte und die daraus resultierenden Fähigkeiten und Kompetenzen bestimmt werden, sondern auch die dafür am besten geeignete Form der Weiterbildung. Ist sichergestellt, dass die gewünschte betriebliche Qualifikation mit einer E-Learning-Maßnahme besser (und/oder kostengünstiger) erreicht werden kann, sollten innerhalb einer Bedarfsanalyse einige Punkte betrachtet werden.

Fragen beantworten

E-Learning, in welcher Form auch immer, sollte grundsätzlich an die Zielgruppe angepasst werden. Berücksichtigen Sie bei der Einführung von E-Learning folgende Fragen, haben Sie die Voraussetzungen für eine optimale Anpassung bereites gestellt:

  • Welche Abteilungen erfordern Weiterbildungsmaßnahmen, die sich für E-Learning eignen?
  • Konnten Mitarbeiter bereits Erfahrungen mit neuen Medien in der Weiterbildung sammeln?
  • Wie sicher sind die Teilnehmer im Umgang mit aktuellen IT Geräten, der darauf installierten Software und den damit zur Verfügung stehenden Kommunikationsmöglichkeiten?
  • Welches didaktische Konzept ist am besten geeignet und wie stark ist das Vorwissen jedes einzelnen?

Lernziele und Lerninhalte bestimmen

Haben Sie die Fragen beantwortet, müssen die zu vermittelnden Lerninhalte bestimmt und Lehrziele vom Projektmanagement festgelegt werden. Achten Sie darauf, dass Lehrziele überprüft werden können und mit den Inhalten der entsprechenden Qualifikation übereinstimmen. Nur so kann E-Learning herkömmliche Präsenzveranstaltungen ersetzten bzw. ergänzen. Für viele Lerninhalte werden bereits standardisierte E-Learnings auf dem Markt angeboten, so z. B. das WBT „Datenschutz und Datensicherheit“ von b+r oder Lernprogramme zum Thema MS-Office. Sobald Sie zum Erreichen der Lehrziele firmenspezifische Lerninhalte produzieren lassen, steigen die Kosten für ein E-Learning-Projekt deutlich!

Die Lernumgebung

Eine weitere wichtige Rolle in der Bedarfsanalyse spielt die Lernumgebung. Die Frage wo gelernt wird, im Unternehmen, zu Hause oder Unterwegs, steht im direkten Zusammenhang mit den verwendeten Ausgabegeräten (PC, Tablet oder Smart Phone) und dem entsprechend aufbereiteten Inhalt.

Steht in Ihrem Unternehmen für alle Teilnehmer der Fortbildung Intranet oder Internet zur Verfügung, kann zu jeder Zeit auf das Lernangebot zugegriffen und im Gegensatz zur asynchronen Kommunikation (Mail, Foren, etc.), synchrone Kommunikationsformen wie Chat oder Videokonferenzen genutzt werden, was die Lernmotivation der Teilnehmer steigert.

Aus technischer Sicht wird eine web-basierte Lernumgebung auch Learning Management System (LMS) genannt, welches entweder als Cloud-Lösung oder auf Ihrem Firmen-Server gehostet werden kann. Mit einem LMS können Sie u. a. Teilnehmer verwalten, Kurse erstellen oder Lernstände speichern. Wann sich die Anschaffung eines LMS für Ihr Unternehmen lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird in einem weiteren Blog-Artikel erläutert.


Erstellt von Paul Altenau