Im Bereich des Studiums ohne Abitur hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Nicht nur, dass Personen mit einer Aufstiegsfortbildung, wie dem Staatlich geprüften Betriebswirt, eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung erteilt wird. Seit 2010 wird beruflich Qualifizierten auch eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung zugesprochen, wenn eine abgeschlossene Ausbildung und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung vorliegen. So ist es kaufmännischen Berufspraktikern grundsätzlich möglich, ein BWL-Studium auch ohne Abitur aufzunehmen.

Für Arbeitgeber sind akademisch ausgebildete Berufspraktiker hochinteressant, da sie in aller Regel schneller einzuarbeiten sind als der Hochschulabsolvent ohne Berufserfahrung. Dennoch ist ein Hochschulstudium für Berufspraktiker nicht immer die richtige Wahl. Die Theoriearbeit lässt sich nicht selten schwer mit den beruflichen Anforderungen vereinbaren. Nicht umsonst sind die Abbruchsquoten an Hochschulen mit knapp 30 Prozent extrem hoch, wie eine jüngst veröffentlichte Studie belegt.

Um beruflich Qualifizierte an einen akademischen Abschluss heranzuführen, bieten sich Bildungsgänge an, die mit praxisnahen Lehrveranstaltungen auf theoretische Inhalte vorbereiten. An der DAA Wirtschaftsakademie in Düsseldorf und in Essen wird die berufliche Weiterbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt mit einem Hochschulstudium so verknüpft, dass die Studierenden stufenweise die Abschlüsse erlangen: nach dem Staatlich geprüften Betriebswirt in zwei Semester zum Bachelor.  So gelangen auch nicht-Abiturienten berufsbegleitend in hochschultypischer Zeit zum Bachelor.

Das Studienmodell zum Betriebswirt und Bachelor basiert auf einer Kooperation zwischen der HFH Hamburger Fern-Hochschule und der DAA Wirtschaftsakademie. Dabei ist es besonders praktisch, dass das Düsseldorfer Studienzentrum der HFH durch den Schulträger der DAA Wirtschaftsakademie betrieben wird. Studierende absolvieren Betriebswirt und Bachelor quasi „unter einem Dach“.

Die Ausgestaltung des Studienmodells ist flexibel angelegt, die Entscheidung zum Bachelor treffen die Studierenden erst im Laufe der Weiterbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt. Wer sich erst nach dem Betriebswirt-Abschluss für den Bachelor entscheiden möchte, dem steht das Aufbaustudium an der HFH jederzeit offen. Schließlich sind Berufspraktiker bereits mit dem Abschluss zum Staatlich geprüften Betriebswirt für neue und anspruchsvolle Tätigkeiten qualifiziert. Die Karrieremöglichkeiten verbessern sich nachweislich bereits mit dem Studienabschluss zum Staatlich geprüften Betriebswirt.

Zum Staatlich geprüften Betriebswirt anmelden kann sich jeder, der über eine abgeschlossene Berufsausbildung und für die Vollzeitform zusätzlich über eine einjährige Berufserfahrung verfügt. So ist es über das Studienmodell zum Betriebswirt und Bachelor auch mit mittlerer Reife möglich, direkt nach der Ausbildung berufsbegleitend das BWL-Studium zu beginnen.

 


Erstellt von Paul Altenau